Windhundsportarten sollen dem Afghanen die Jagd ersetzen. Nur gesunde und gut bemuskelte, resp. nur Hunde mit guter Kondition sollten auf der Rennbahn oder beim Coursing eingesetzt werden. Gleiches gilt natürlich auch für Agility und Ausstellungen.


Haben Sie spezifische Fragen - der SAK-Vorstand ist Ihnen gerne behilflich.


Der Windhundsport wird in der Schweiz von der IGWR, der Interessegemeinschaft für das Windhundrennwesen der SKG, organisiert und koordiniert. Reglemente zum nationalen und internationalen Renn- und Coursingwesen können bei der IGWR oder SKG bezogen werden.

 

 

Windhundrennen

Mit 17 Monaten darf der Afghane die Rennlizenz machen.

Ab 12 Monaten: Teilnahme an Junghund-Trainings, grossrahmige Rüden eher noch später.
Anfangs sollte der junge Afghane nur die ca. 100 m lange Gerade laufen. Die Schwerkraft auf dem linken Vorderlauf soll ihn nicht in vollem Tempo überraschen: mit einem Start aus der Kurve heraus lernt er die Kurvenfliehkraft kennen. Erst nach einigen Trainings und je nach Konstitution sollte er über die ganze 480 m Distanz laufen dürfen.

Geduld zahlt sich für seine spätere Gesundheit aus. Auch das Laufen in Gesellschaft von bis zu 5 weiteren Konkurrenten auf der Rennbahn will vor den Lizenzläufen geübt werden.
Der Afghane ist ein Einzeljäger und duldet nicht in jedem Fall bis zu fünf eng beisammen laufende Konkurrenten.

 


Coursing

Das Coursing ist für sehr selbstbewusste Afghanen weniger problematisch. Nur zwei Läufer hetzen nach "eigenem Gusto" hinter einem gezogenen Hasenfell kreuz und quer nach eigenem Entscheid übers Feld her, ca. 700 - 900 m weit. Das instinktive Jagdverhalten und das Hacken schlagen, Mut und Wendigkeit in alle Richtungen kommen bei diesem Sport voll auf die Rechnung.

 

Das Coursing wird prinzipiell als die passendere und spannendere Ersatz-Hetze für Afghanen. Auch hierzu braucht es eine Lizenz.

 

In der Schweiz werden Tor- und Jagdcoursings gezogen, über Rollen am Boden, wobei die Leinen nach jedem Lauf neu ausgelegt werden oder mit einer Über-Kopf-Endlos-Anlage (Foto unten).


Ausstellungen

Hier ist Sportlichkeit und eine gute Kondition von Hund und Handler gefragt, damit das federnde Gangwerk - oft über mehrere Ringrunden - vorgeführt werden kann.
Gutes, sanftes, spielendes Handling ist eine kleine Kunst. Das heisst nicht, dass nur professionelle Handler, wie sie in den USA zum Vorführen eingesetzt werden, einen Afghanen in die Ränge führen können.
Das Handling in unseren Ringen hat in den letzten Jahren an Niveau zugelegt. Auf einige übertriebene Handlingformen wie z.B. das Hochreissen der Rute oder das teils brutale Halten des Unterkiefers, um den Hund im Stand “zu fixieren”, könnte allerdings verzichtet werden!

Tipp: Teilnahme an einem Ringtraining, veranstaltet von Rasseclubs und kynologischen Vereinen.

In der Schweiz gibt es jährlich ca. acht CAC Windhundeausstellungen - oft in Kombination mit einem Rennen oder Coursing am nächsten Tag und einer speziellen Wertung für “Schönheit & Leistung”.

Nebst diesen nationalen Shows gibt’s 3-4 Internationale Hundeausstellungen für alle Rassen, an welchen CACIB-CAC vergeben wird.

 

 

Zwei Afghanen im Showring - im Stand präsentiert:


der rote Champion mit schwarzer Maske, ein Vertreter des europäischen Typs an einer Schweizer IHA in der Halle

und die hyperelegante schwarze Championesse, eine der berühmtesten Hündinnen Amerikas, an einer gut besuchten Openair Show.

Verschiedene Leinenführung der Handler beim Vorführen im Showring:


handling à l’américaine mit gestreckter, hochgezogener Leine

oder mit locker durchhängender Leine


Agility

Man darf beim Afghanen keine zu hohen Ansprüche an seinen Appell stellen und muss sportliches Verständnis zeigen können, wenn er den Parcours eher nach seinem Instinkt als nach Zuruf-Befehlen absolviert.
Spass und Fitness für Afghane und Führer sind in jedem Fall garantiert.